Mittwoch, 14. Januar 2009

Suedinsel #4

Da bin ich mal wieder, diesmal aus Christchurch. Die letzten Tage habe ich mir meinen Weg ueber die Moreaki Boulders und an ein paar grosse Seen vorbei Richtung Mt. Cook gebahnt. Bevor ich jedoch den Ausblick auf den ueber 3700m hohen Berg werfen konnte, habe ich beim Baden an einem grossen See zwei nette Familien kennengelernt, die mich spontan mal ne Runde Wasserski fahren lassen haben. Danach folgten dann noch zwei Runden mit dem Sohn des Bootsfahrers auf so einem Doppelring. Fetzt umglaublich, wenn man der Fliehkraft folgend nach aussen geschleudert wird. Zurueck auf dem Highway musste ich mich ziemlich konzentrieren, auf der Spur zu bleiben, denn es gab einen geilen Ausblick auf die Southern Alps inklusive Mt. Cook. Das perfekte Wetter tat sein uebriges dazu!!! Am Lake Tekapo habe ich mir einen Platz zum Schlafen gesucht und nebenbei das bisher beste Bild hier in Neuseeland geschossen. Wird demnaechst hochgeladen. Am nachsten Tag, es war bereits Dienstag, habe ich Christchurch angesteuert und Ausschau nach einem Surfboard gehalten. Voellig erschoepft bin ich abends noch ins Atlantis, ein riesiges Schwimm-/Spassbad gegangen, einfach um in den Hot Pools zu relaxen. Perfekter Zeitpunkt, denn nebenan hat ne junge Damenmannschaft angefangen Wasserball zu trainieren ;) Nach ner Runde Dampfsauna und nem Wellenbad bin ich dann noch vom 10m Sprungturm gesprungen (verdammt hoch das Ding, scheisse, und ich will Skydiven machen...ohoh) und dann ab ins Bett, aeh...Auto. Heute ging die Suche nach einem Board weiter und ich bin endlich fuendig geworden. Ich bin stolzer Besiter eines 6 Fuss 8 Zoll Shortboard mit 19 Zoll Breite und 2einhalb Zoll Staerke. Habe dafuer 250 Dollar geblecht, dafuer ist es in einer Top Kondition. Gleich gehts also raus in die Wellen, wenn die Sonne nicht mehr ganz so agressiv ist! Hier steht die Waldbrandgefahr auf dem hoechsten Wert (extreme!), genauso wie der UV-Index, der bei 11 von 11 liegt. Scheint aber normal zu sein. Morgen geht es nach einem morgentlichen Surf nach Hamner Springs :)

Glueckwunsch an die 2. Herren vom Volleyball in Hasbergen. Die Rueckrunde gleich mit zwei Siegen starten und immernoch keine Miesen auf dem Konto haben ist schon ne Leistung! Hey Jungs macht weiter so (aber ich hab auch von dem Testspiel gehoert.. 1:5...jaja!!!).

Ganz liebe Gruesse an alle und einen guten Flug fuer Mama, Papa und Daniel! Am Sonntag darf ich die drei dann feste in den Arm nehmen ;)

Stay classy, euer Suiram

Donnerstag, 8. Januar 2009

Suedinsel #3 plus Bilder

Die Bilder sind chronologisch umgekehrt, also das erste Bild ist von gestern abend am Dunedin Beach, danach gehts zeitlich weiter zurueck... enjoy...

So sieht meistens mein Abendessen aus :)
Ortseinfahrt irgendwo an der Ostkueste....versucht mal zu lesen was auf dem hinteren Schild steht ;)

Blumenmeer an der Milford Street
Mein Freund, der Kea....
Milford Sound im Regen
Der unglaubliche Fox Gletscher (zumindest ein Teil davon, insgesamte Laenge ist 26km)

Schoenes Bergpanorama, bevor ich die Gletscher erreichte
Einer meiner schoensten sunsets ueberhaupt!!! (westcoast)
die beruehmt-beruechtigten Pancake Rocks
typisches Westkuestenpanorama

An der WestkuesteKaiteriteri (wunderbare Badebucht im Abel Tasman Nationalpark)

Heiligabend mit Mira und Eva, die den "Weihnachtsbaum" bastelten


Ich sitze gerade in einem Internetcafe in Dunedin an der Ostkueste. Nach Queenstown ging es ziemlich rapide Richtung Milford Sound, dem schoenen Arsch der Welt. Ich war aber noch so Ko von diversen abendlichen Aktivitaeten in Queenstown (habe auch noch Joerg einmal getroffen und wir sind gleich einen Trinken gegangen), dass ich in Te Anau in meinem Auto erstmal ein Schlaefchen gehalten habe. Te Anau ist sozusagen die Absprungplattform fuer alle Reisenden/Wanderer, die es ins Fjordland verschlaegt, und liegt recht idyllisch am zweitgroessten See Neuseelands, Lake Te Anau. Grund genug fuer Millionen von diesen schrecklichen Sandflies sich dort haeuslich einzurichten, grrrr...! Die Milford Street gestaltete sich als kleines Abendteuer, denn auf manchen Parkplaetzen, die man fuer tolle Ausblicke ansteuert, befinden sich ein oder zwei Keas. Ein Kea ist eine gruene grosse Papageienart mit wunderbar roten Fluegelunterseiten. Die Viecher picken und reissen alles auf, was ihnen zwischen den Schnabel geraet. Mein Heckspoiler hat nun ein paar Kratzer mehr! Doch auch der Homertunnel und die steil aufragenden Berge links und rechts sind nicht ohne ;) Die Bootstour auf dem Milford Sound war an sich ganz nett, die Landschaft ist umwerfend. Leider war das Wetter nicht allzu schoen und die Bergspitzen tauchten in tiefhaengende Wolken ein. Ich habe aber eine Riesengruppe Delfine inklusive Jungtiere und eine kleine Robbenkolonie gesehen.
Zurueck in Te Anau traf ich dann (vor dem masslos ausgebuchten Automechaniker) zum zweiten Mal zwei Deutsche, die ich Ende Oktober oder so bei mir in Napier untergebracht hatte, via Couchsurfing. So klein ist Neuseeland.
Es ging aber sofort weiter, um moeglichst schnell die Ostkueste zu erreichen. Ich musste aber noch zu einem Mechaniker, um ein Wheelalignment zu machen, also eine Spurbegradigung. Die alten Reifen waren dafuer einfach zu schief abgefahren! Vorgestern bin ich dann endlich am Nugget Point an der Ostkueste angekommen und bahne mir nun meinen Weg Richtung Norden, wobei ich einen 4-Tage-Stop in Dunedin einlege. Man hat ja genug Zeit. In letzter Zeit ist ansonsten wenig passiert, ich kann leider keine schoenen Reiseanekdoten erzaehlen. Um aber ein wenig Action in meine Tour zu bringen, bin ich dabei mir ein Surfboard zu kaufen. Bekanntlich kann man die ganze Ostkueste entlang wunderbar surfen! Das muss ich doch ausnutzen.

Bis bald, (was ein recht ungewisses bald ist)
Euer Marius

Freitag, 2. Januar 2009

Suedinsel #2

A happy New Year to all of you. Oder in der sms Schreibweise der Kiwis: hpy NuYr 2 al of u! ;)
Nachdem ich Hokitika verliess, bin ich den Highway 6 bis zum Franz Josef Gletscher gefahren. Ich glaube, niemand zuvor ist so oft angehalten, um die unglaublichen Szenen und Landschaften zu beobachten. Klare (und arschkalte) Seen, aus denen sich die Southern Alps auf etwa 3500m erheben, dazu Sonne pur, ein frischer Wind und.....Sandflys!!! Wie ich diese Biester hasse. Wenn es eine Kreatur auf Erden gibt, die es nicht verdient hat zu leben, dann diese Scheissinsekten. Klein wie eine Obstfliege, aber ein Biss, der nicht nur widerlich weh tut, sondern dir ein juckendes Andenken fuer die kommenden 2 Wochen mitgibt. Jede mickrige Sandfly hat es auf freie Koerperstellen abgesehen. Symphatisch sind mir die Dinger nur dann, wenn es dunkel ist; eher rudimentaere Nachtaktivitaet vorhanden.
Den Franz Josef Gletscher habe ich selber erkundet, wofuer selbst ich als Jogger ganze anderthalb Stunden gebraucht habe, um bis zur Abbruchkante zu gelangen. Durch den reissenden Schmelzwasserfluss musste ich aber auch einige Umwege in Kauf nehmen. Fuer den naechsten Tag habe ich eine Gletschertour am Fox Gletscher gebucht, um auch mal AUF einem Gletscher zu stehen. Ohne Guide kann das recht gefaehrlich sein. Die Tour hat sich gelohnt und nach 4 Stunden kraxeln bin ich nur noch muede in den "naechsten Ort" (120km entfernt) gefahren und habs mir in meinem Auto wieder mal gemuetlich gemacht. An Sylvester bin ich wie geplant in Queenstown angekommen. Bisher alleine, aber ich wollte mich mit ein paar Deutschen treffen, die ich auf dem eisigen Gletscher kennengelernt habe. Die kamen dann auch, leider erst um halb 12 abends, also kurz vorm Jahreswechsel. Bis dahin habe ich das Flair in den Strassen von Queenstown genossen und mir derbe die Kante gegeben. Einfach mal maechtig einen in die Ruestung knistern. Herrlich! Und dabei Leute gaffen, das Jahr 2008 Revue passieren lassen, mit den anderen deutschen Zivis in Nelson telefonieren und und und :) Um Punkt 12, wo ich dann am Pier mit den anderen war, gabs ein kleines grosses Feuerwerk auf dem Lake, und danach begann die sinnlose Suche nach einer vernuenftigen Bar. Wir waren nicht bereit 30 Dollar Eintritt zu bezahlen, daher ging es einfach in eine Nicht-Szenekneipe. Bevor es um halb 6 dann zum Auto ging, verbrachten wir noch 2 Stunden small talkend auf nem Parkplatz :) Englisch war zu dem Zeitpunkt eh nicht mehr so fliessend moeglich, aber wir waren sowieso nur Deutsche...
Am Tag darauf wollten wir zusammen eigentlich Bungeejumpen gehen, das hat dann aber ausschliesslich unser Magen unternommen. Letztendlich wars eh zu teuer, da zahl ich lieber 60 Dollar mehr (300 dann insgesamt) fuer 45 sek freefall aus dem Flugzeug! Obwohl der groesste Bungee in Neuseeland mit 134m doch recht reizvoll ist ;)
Heute liess das Wetter zu wuenschen uebrig, und so verbrachte ich den halben Tag lesend in meinem Auto (Frank Schaetzing - Lautlos) und spazierte durch Queenstowns Gassen. Nachher wird dann was mit Joerg (ein Zivi meiner Gruppe) und seiner Freundin gestartet, den hab ich hier getroffen. Bis dahin werde ich mich aber noch in einen Backpacker schmuggeln, um wieder eine _heisse_ Dusche nehmen zu koennen.
Ich wuerde so gern Bilder hochladen, aber dieser PC hat keinen Karten- oder USB-Slot.
Bis bald zum naechsten Post, vielleicht aus Christchurch??
Wer Lust hat, mir was zu schreiben ueber sein Sylvester oder was auch immer, ich bin neugierig :) Hab gehoert, es soll in Deutschland recht kalt gewesen sein, ...immer noch? Sodass sogar der Duemmer zufriert!?
Wunderbarste Gruesse an alle meine fleissigen Leserinnen und Leser
Euer Ma[o]rius ;)

PS: Herzlichen Glueckwunsch nachtraeglich an Jannik und Florian, hoffe ihr habt schoen gefeiert :)

PPS: Wooooow, die Besucherzahl von 1000 ist geknackt!! Freut mich wirklich sehr, dass sich meine Muehen lohnen und dieser Blog echt aktiv gelesen wird :) Jeder Besucher wird pro Tag uebrigens nur einmal registriert!

Montag, 29. Dezember 2008

Suedinsel #1

Nach mehr als 1400Kilometern und 12 Tagen besuche ich nun mal ein Internetcafe, um etwas von meiner unglaublichen Suedinseltour zu berichten. Leider habe ich nur wenig Zeit, daher fasse ich mich kurz.
Los ging es am 18.12. frueh morgens in Napier, um gegen Mittag die Faehre zur Suedinsel in Wellington zu erwischen. Das Wetter bestand aus koenigsblauem Himmel und milden Temperaturen mit nem frischen Wind. In Picton auf der Suedinsel angekommen, ging meine Reise (mit einem Neuseelaender, den ich mitgenommen habe) Richtung Nelson, wo ich mutterseelenallein in der einsamen Cable Bay 20km noerdlich von Nelson uebernachtet habe - im Auto!! Die folgenden zwei Naechte habe ich mir den "Luxus" genommen, in einem Backpackergarten zu zelten, Vorteil war ne Kueche und eine heisse Dusche. Nach diesen relaxten, aber leider verregneten Tagen in Nelson bin ich optimistisch Richtung Golden Bay gefahren. Einmal ueber ein Mittelgebirge rueber, kam auch schon die Sonne zum Vorschein. Die Golden Bay ist ansich echt schoen, am besten jedoch ist das nordwestliche Cape Farewell mit Farewell Spit, eine 26 km lange Landzunge aus Duenen und Bueschen. Hat mich sehr an Norderney oder Langeoog erinnert. Dort habe ich dann auch sofort eine Seerobbenkolonie aus naechster Naehe beobachten koennen. Geil!! Am gleichen Tag leistete ich mir dann noch eine Reittour, wo ich meinen ersten Galopp direkt am Strand geritten bin! Besser gehts doch nicht, oder? Monty, mein Pferd, die Gruppe (5 andere Reiter) und ich sind dann noch durchs Watt und ueber Berge geritten. Ich blieb insgesamt 3 Naechte in der GoldenBay, denn danach wollte ich mich zu Heiligabend mit Mira (eine aus meinem Projekt in Napier) und ihrer Schwester Eva im Abel Tasman Nationalpark treffen. Die deutschen Weihnachten, also am 24.12. waren typisch deutsch und leider verregnet. An den neuseelaendischen Weihnachten am 25.12. kam die Sonne heraus, ich bin in Kaiteriteri im Meer baden gegangen und habe relaxed. Am 26.12. trafen wir noch mehr aus meinem Projekt, wir waren inzwischen wieder in Nelson und sind nach einem kurzen Schnack an die Westkueste gefahren. Da ich allein im Auto war, hab ich zwei nette Deutsche mitgenommen, bei denen der Daumen vom Rausstrecken schon muede aussah ;)
Erste Stadt an der Westkueste war Westport, haesslich und verregnet. Dort trennte ich mich von Mira und Eva und bin gen Sueden gefahren. Es folgte die fuer mich beeindruckendste Autofahrt seit ich nen Fuehrerschein habe - entlang der zerkluefteten Westkueste. Fotos sagen mehr als Worte. Nun bin ich, nach einer Nacht in Greymouth und in Hokitika, im letzteren Ort angekommen, aber eigentlich schon wieder auf dem Sprung, denn es warten die grossen Gletscher Fox und Franz Josef! Hoffentlich erreiche ich zu Sylvester Queenstown. Hab mir heute noch neue Vorderreifen gekauft, die alten waren derbe abgefahren.
Die meisten Highlights hab ich kaum erzaehlt, zB zweimal hintereinander ein geiler Sonnenuntergang, oder Delphine, oder ein toter Haikopf am Strand, oder oder oder. Gott sei dank hatte ich Foto- und Videokamera immer dabei. Leider hats nicht geklappt mit dem Bilder hochladen. Sobald ich kostenfreies Internet habe, also spaetestens in Rotorua im neuen Projekt, werde ich vieeeele schoene Bilder hochladen!

Ich wuensche Euch allen zuhause, und auch anderswo in der Welt (zB Joel in Tokyo,...) einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2009
Bis bald...
Marius

Sonntag, 14. Dezember 2008

Events ohne Ende...

Es ist ja nicht so, dass ich im letzten Eintrag schon alles der vergangenen Tage erzählt habe ;) Jetzt gibts, um das Getippe abzukürzen, alles in Verbindung mit Bildern! Enjoy :)

Mittwoch beim Riding for the Disabled saßen mal die Caregiver auf dem Pferd, und nicht die Kids. Es wurde ein kleiner Wettkampf organisiert, den ich als "the fastest rider" abschloss :) Es gab noch weitere Zertifikate, zB "scariest rider" oder "bravest rider".
Michael und ich auf dem Weg zum Riding.

So sieht zur Zeit der zweite Teil unseres neuen Gebäudes aus.
Blumen rund um Hohepa
Am Donnerstag war die gesamte Klasse 3 im Nationalaquarium hier in Napier. Wir behandeln zur Zeit die Creation Story, und beim 5. Tag geht es um die Fische im Wasser und die Vögel in der Luft.
Samstag war ich, wie schon berichtet, surfen...Wetter war leider nicht so gut, aber das war auch besser so, denn so war die Sonne nicht agressiv.
Zu guter letzt ein Bild von Samstag abend, wir haben Vodka-Jelly (also Vodka-Götterspeise) gemacht. Haut ein um, sach ich euch!!!
Am Donnerstag wurde von der Schule eine Jahresabschlussfeier organisiert, inklusive Secret Santa (englische Form von Wichteln). Jedoch sollte man seine Person bewichteln, ohne Geld auszugeben. Ich hatte meinen hier besten Freund Demetri gezogen :) und ihm nen schönen Holzkuli gebastelt. Mein Geschenk kam in Form eines sehr gelungenen Gedichtes, das ich hier nun zum Besten schmettern..äh...tippen werde ;)

You came from far and always connected
with a mobile phone - where never expected.
In a foreign language you can speak
and change to english very quick.
You keep your health with food and fitness -
I think you never suffered sickness;
Just muscle pain from exercise
at the gym, which wasn´t very nice.
At kayaking you can be a teacher -
especially for a New Guinny creature.
Class three was where you ment to be
to cope with seizures, cryings, pee....
I think you learned a lot from here,
wish you the best for the next year.
Marius, oh Marius
you swim like a platypus!
Best wishes for you and your future from Birgit.

Hab mich sehr drüber gefreut, das ist für mich eine wirklich schöne Erinnerung.
Nach dem Abschlussfest sind ein paar Leute in meinem Alter und ich noch in die Stadt in einen Pub, wo drei gute Bands gespielt haben. Schlafen kann man ja nächstes Jahr nachholen.

Freitag nachmittag haben wir ein Klassentreffen im türkischen Restaurant gemacht, just for 2 hours. War echt schön, mal ausserhalb der Arbeit zusammenzusitzen. Ich habe ein paar Fotocollagen für mein Team entwickeln lassen - als Erinnerung an mich. Von meiner Lehrerin Karen hab ich auch Bilder und eine schöne Karte bekommen, bei der ich, als ich sie las, erstmal ein wenig Schlucken musste und mir bewusst wurde, dass mir der Abschied hier aus Hohepa vielleicht doch nicht ganz so leicht fallen wird. Das liegt natürlich am großartigen Team und an den Kids, die ich vermissen werde. Vom restlichen Team hab ich noch ne große Karte mit netten Sprüchen für meinen weiteren Weg bekommen :)

Ich muss jetzt mal langsam aus der Bronx-Küche flüchten. Es ist bereits elf Uhr abends und bei den Jungs ist jetzt erst das Essen fertig, sodass es auf den Tisch kommt. Fruchtet nicht, wenn ich denen tausendmal erzähle, dass so spät essen total ungesund ist! Und dann auch noch so fettig. Die ganze Bude stinkt nach Fett und Fisch. Naja....mag dies vielleicht mein letzter Eintrag aus Hohepa sein? Mal schaun, wie ich mit dem Packen vorankomme.
Fühlt euch gedrückt und gegrüßt.....
Euer Marius aus dem kalten Napier (tatsächlich hatten wir heute 20 und gestern nur 15 Grad gehabt).

Samstag, 13. Dezember 2008

Mein neues Projekt

Gestern haben die Meisten von uns die Projekte fürs zweite halbe Jahr bekommen. Ich werde ins Mary MacKillop Boarding House des John Paul Colleges gehen. Es befindet sich mitten in Rotorua (3 Stunden Fahrt nördlich von Napier). Das Projekt war meine fünfte Wahl, von daher bin ich ganz gut damit zufrieden. Alles weitere wird sich dann zeigen, wenn ich vor Ort bin und dort arbeite. Meine Aufgaben hören sich soweit interessant an:

Volunteers Tasks: Rotation of duties including, supervising, tutoring/teaching, language tutoring, co-ordinating activities, maintenance, gardening, weekend activity co-ordinator and kitchen work.

Das John Paul College ist ein Zusammenschluss zweier Schulen in Rotorua und ist sehr katholisch geprägt, insofern bin ich also auch gespannt, was mich erwartet!
Weitere Informationen findet ihr unter http://www.jpc.co.nz/ oder hier klicken.

Ich bin zur Zeit ein wenig im Pack-Stress, will aber versuchen, morgen nochmal viele Bilder hochzuladen.
Heute früh bin ich frewillig um sechs Uhr aufgestaden, um ganz früh surfen gehen zu können. Und es hat sich gelohnt, die Wellen waren super und das Wasser aufgrund Windstille fast ganz glatt. Ich war in Te Awanga, das ist ein Point-Break südlich von Napier. Beim Point-Break kann man je nach Bedingungen die Wellen ziemlich lange reiten. Gleich die erste Welle, die ich erwischte (etwa anderthalb Meter hoch und damit für mich gewaltig) bin ich richtig lang gesurft.
Nach 2 Stunden im Wasser hab ich schlappgemacht, weil ich einfach nicht mehr der starken Strömung entgegenpaddeln konnte, um zum Anfang der Wellen zu gelangen. Zurück zuhause gings ins Bett, schlafen. Und jetzt gehe ich gleich zur Generalprobe von unserem Hirtenstück, morgen und Montag sind die Aufführungen. Nach der Probe gibts dann eine kleine Farewellparty hier in der Flat.
Morgen also mehr in visueller Darstellung ;)
Gaaaanz liebe Grüße an euch alle,
Euer Marius

Sonntag, 7. Dezember 2008

Gizzy, what a great surf!!!

Jetzt bin ich gerade 2 Stunden zuhause und berichte euch ganz frisch von meinem awesome weekend in Gisborne! Freitag abend bin ich nach ner gemütlichen Fahrt an der Ostküste entlang bei David und seiner Familie angekommen. David selbst war in der Stadt bei nem Rockkonzert, ich bin lieber nach nem schönen Fernsehabend ins Bett gegangen (ich war eh müde und das Konzert hätte 30Dollar Eintritt gekostet). Samstag gings dann erwartungsvoll nach dem Lunch mit zwei weiteren Freunden von David zum Surfen. Die Wellen waren klein, aber genau richtig für einen Beginner wie mich! Insgesamt waren wir über 3einhalb Stunden im Wasser und ich habe viele Wellen richtig gesurft, teilweise echt lange :) Samstag abend gabs ne Hausparty in der Nähe von Gisborne, wo wohl jeder zweite Jugendliche aus der Stadt anwesend war. Dementsprechend voll war auch das Haus (es wurde von 4 jungen Männern bewohnt, die jedes Zimmer leergeräumt haben; im Wohnzimmer spielte ne gute Punkrock-Band!). Ich hab die Zahl der Leute dort auf etwa 150 geschätzt. Leider wurden mit steigendem Alkoholspiegel einige Möchtegern-Typen recht agressiv, letztendlich wars aber lustig mit anzusehen wie die sich gegenseitig die Köppe eingehauen haben. Wir hatten zu dem Zeitpunkt dann eh unser letztes Bierchen in der Hand und wollten grade gehn. Alles in allem hats echt viel Spaß gemacht, vor allem weil ich mit unglaublich vielen Kiwis ins Gespräch kam. Einige konnten gar nicht glauben, dass ich nicht aus Neuseeland komme, weil ich so gut englisch spreche. Naja, diejenigen hatten womöglich zwei drei Bierchen mehr drin als "normal"!
Sonntag ging es natürlich noch mal raus aufs Wasser. Die Wellen waren größer, die Bedingungen durch einen kräftigen Cross-on Wind jedoch schwieriger. Ich stand aber wieder viele Wellen und war einfach glücklich. Das Gefühl, am Ende einer lange gesurften Welle ins Wasser zu fallen, ist unbeschreiblich. Ich bin schließlich auch nun so weit, nicht mehr die Weißwasserwellen, sondern die frischen, noch nicht umgekippten Wellen entlangzusurfen. Eine Welle habe ich bis zum Strand geritten....GEIL!
Erwähnenswert ist noch, dass ich wieder verdammt super bei Davids Familie beherbergt wurde! Ein klitzekleines Gastgeschenk hatte ich aus Napier mitgebracht, dafür bekam ich prompt an meiner Abreise eine verpackte Flasche (Wein?) in die Hand gedrückt, mit der Aufforderung, sie mit meiner Familie im Januar zu trinken (ich habe viel erzählt von zuhause, und über Google Earth Hasbergen und Osnabrück gezeigt, und wie weit entfernt wir leider vom Meer wohnen). Nunja, fast schon übertrieben gastfreundlich, aber herzensgut!!!!!
Mit wunden Knien und Armen vom Surfen bin ich dann wieder zurück nach Napier gefahren, schließlich fängt morgen meine letzte ganze Arbeitswoche an!

An meine Volleyballjungs in Hasbergen: Viel Glück für das Spiel gegen Bohmte, das gerade in dieser Minute anfängt! Ich hoffe, ihr verlasst die Hinrunde mit keinem einzigen verlorenen Spiel! naja, und wenn schon: ihr schafft den Aufstieg 2009 mit Sicherheit!!!!!!! Bin echt stolz auf euch, und ihr könnt es auf euren super Trainer Toto sein ;)

Beste Grüße an alle,
Euer Marius, der ne deftige "tan-line" vom Neoprenanzug an den Armen hat ;)