Dienstag, 21. April 2009

Herbstimpressionen aus Rotorua




Ich muss das "P.S:" meines letzten Eintrags etwas verbessern. Wie schön es doch ist, morgens mit der Erwartung eines Grau-in-Grau-Himmels überraschenderweise in einen stahlblauen Himmel zu blicken. Wettervorhersagen können sich auch mal täuschen ;) Die Bilder habe ich heute bei einer kleinen Radtour gemacht.

Montag, 20. April 2009

live the surfers life


Holla die Waldfee, was war das doch für ein geiler Urlaub! Obwohl unsere Surfhighway-Tour (siehe Karte) eher schlecht als recht war (die Wellen ließen zu wünschen übrig), haben wir die Feiertage genossen und kräftig gechillt. Außer am Samstag (nach Karfreitag), da sind wir mit irgendwelchen Leuten aus einem Christian Camp zu einem "dam-drop" gefahren. Man rutscht auf einem Schaumstoffboard einen sieben Meter tiefen, künstlich angelegten Damm herunter und schlittert mit Tempo nach dem Damm übers Wasser! Bringt Spaß :) Hier der Damm; beachte im Hintergrund die Person als Größenvergleich... :
Nach Ostermontag hieß es für Hendrik und Malte (bei denen habe ich im Projekt die restliche Zeit gewohnt) wieder ran an die Arbeit. Dirk hat sich am Dienstag nach Samoa aufgemacht, und so war klein Marius den Tag über immer alleine! Nee, war er nicht, es gab ja noch sein Surfboard und - oh Wunder - richtig schöne Wellen an New Plymouth´s Stränden. Ich war jeden Tag in der 1,5m Brandung, teilweise bis zu vier Stunden am Tag. Die bisher "perfekte Welle" war auch dabei, die ich bis zum Strand geritten bin :) Bilder sagen mehr:
Das geile am Surfhighway und New Plymouth ist eigentlich, dass man immer bei gutem Wetter tolle Blicke auf den Mt. Taranaki hat. Fährt man die 104 Kilometer des Surfhighways einmal ganz ab, hat man diesen aktiven, 2518m hohen Vulkan von fast allen Seiten gesehen.
Achso...beim Bummeln durch die Stadt ist mir bei einem second hand Laden aufgefallen, dass ein fast neues Surfboard irgendwie zum falschen Preis ausgestellt wurde. Neue Boards kosten mehr als 500 Dollar, dieses sollte jedoch 299 Dollar kosten. Was mich stutzig gemacht hat, war die Tatsache, das ein total altes, halb demoliertes Board direkt daneben 30 Dollar mehr kosten sollte! Häää?! Also links das fast neue Board für 299$, rechts das alte für 329$:
Eine Nacht hab ich drüber geschlafen, und dann...schwuppdiwupp, war ich stolzer Besitzer eines zweiten Surfboards. Ich bins einmal probegesurft und werde es nun bei TradeMe (neuseel. Ebay) wieder verkaufen, hoffentlich für mehr Geld ;) Mal schaun, was draus wird! Ich halte euch auf dem Laufenden!
Wünsche euch Frohe Ostertage gehabt zu haben.
Bis demnächst, Euer Marius

P.S: Jetzt bin ich mal neidisch auf euch, denn hier ist seit heute Schmuddelwetter hoch zehn, und es soll erstmal so bleiben -_-

Samstag, 11. April 2009

Frohe Ostern 2009


Ich wünsche euch allen ein Frohes Osterfest und erholsame Feiertage :)
Ich werde Ostern irgendwo am (bei Surfern) weltberühmten Surf Highway 45 verbringen, immer mit Blick auf den schneebedeckten Mt. Taranaki!

Montag, 6. April 2009

Goodbye Napier

Da bin ich schon wieder... als ich Sonntag abend aus Napier herausgefahren bin, hatte ich schon ein komisches Gefühl! Diese Stadt werde ich womöglich nie wieder sehen. Ich war in Napier über 5 Monate zuhause, habe mich dort wohlgefühlt und dieses Fleckchen Erde irgendwie geliebt. Noch nie hatte ich dauerhaft von Winter bis Sommer so schönes Wetter. Wie oft und gern bin ich doch durch die Einkaufstraße gebummelt und habe im Cafe Ujazi was leckeres gegessen.
Ich habe von einigen Personen, die ich über die Zeit kennengelernt habe, Abschied genommen. So war ich auch bei Demetris Eltern (Demetri selbst ist ja schon seit Januar in England). Die haben sich mit/für die jüngste Tochter nen kleinen Kater angeschafft, der dann bei meinem Besuch die ganze Zeit auf meinen Beinen gepooft hat :) 11 Wochen war das kleine Ding alt, hatte aber schon echt spitze Zähne!!
Bei der Gelegenheit möchte ich noch mehr von niedlichen Tierbabys prahlen... Samstag abend waren wir (Marie, Jörg, Elena, Kathi und ich) bei neuen Mitarbeitern aus dem St.Martins Haus auf nen Drink eingeladen. Und die hatten zuhause zwei Hunde, wobei man den kleineren (helleren) noch Welpen nennen kann :)
Nachdem wir Sonntag Squash gespielt und abends Pizza selbst gebacken haben, habe ich dann wie ja schon geschrieben, schweren Herzens Napier verlassen. Jetzt sind es noch etwa zweieinhalb Monate hier in Rotorua, und um genau zu sein stehe ich in 92 Tagen und dem Rest von heute wieder auf hasbergschem Grund und Boden!

Wie versprochen wollte ich ein paar Videos hochladen. Das Erste zeigt Iraia und mich, wie wir versuchen ein wenig zu "shufflen". Diese Tanzart ist in Neuseeland ziemlich beliebt und man "battled" (also bekämpft) sich gegenseitig im Club; der bessere Shuffle gewinnt. So zu tanzen verlangt übrigens einiges an Koordination und Ausdauer!
(Leider sind die Videos ziemlich schlecht in der Qualität, habs mit dem Handy aufgenommen. Es kann aber auch nur bei mir so schlecht sein, hier gibts nur 52mBit Internet. Laaahm..)


Das zweite Video entstand bei uns im Junior Boys Flur. Meine [Ironie an] unglaublich kreativen [Ironie aus] Jungs haben einfach mal gelangweilt herumgespackt!



Die dritte Aufnahme habe ich in der Küche gemacht...Tremayne und Jim verrichten gerade ziemlich lahmarschig ihren Spüldienst :)

Vielleicht zeigt euch das zuhause mein Leben hier im Hostel etwas genauer. Kommentare ins Gästebuch ;)

Reinhaun, Marius

Sonntag, 5. April 2009

Fakten

Fakt ist... letzten Dienstag waren es noch genau 100 Tage bis ich wieder in Hasbergen bin! Heute sinds damit also noch 95! Der Countdown laeuft. Ich hab mir nen Kalender gemacht, wo ich jeden Tag fett durch-xen kann :)
Fakt ist... mit meinem Auto bin ich nun fast 10000 (zehntausend) Kilometer gefahren, und es kommen noch weitere dazu, bis ich es verkaufe.
Fakt ist... diese Distanz ist gerade mal die Haelfte der Strecke Neuseeland - Deutschland, mit dem Flugzeug brauche ich dafuer etwa 12 Stunden.
Fakt ist... dieser Blog wurde seit Ende September 2008 mehr als 2000 mal besucht. Das macht mich ein wenig stolz, denn...
Fakt ist... das sind zirka 12 Besucher pro Tag!
Fakt ist... ich habe 53 Tage (fast 8 Wochen) komplett ohne Alkohol gelebt, selbst als ich in Tauranga mit ein paar Freunden auf Piste war! Guenstig wars, und ich war der Fahrer.
Fakt ist... als ich danach das erste Mal wieder was getrunken habe, war ich nach 4 Bieren, nem Vodka Energy und einem halben Southern Comfort mit Sprite ziemlich gut dabei!
Fakt ist... alle 60 Sekunden vergeht auch hier in Neuseeland eine Minute!!!
Fakt ist... der Herbst downunder ist schoener als in Deutschland.
Fakt ist... ich habe exakt 3,48 kg zugenommen.
Fakt ist... durch die Zeitumstellung bin ich euch daheim nur noch 10 statt 12 Stunden vorraus, das wird komplizierter mit dem Telefonieren.
Fakt ist... ich habe bisher einen einzigen Anruf aus Deutschland hier in NZ bekommen.

Letzter Fakt... ich befinde mich gerade ein allerletztes Mal in Napier in meinem alten Projekt. Dort wollte ich unbedingt noch ein paar Freunde sehen und verabschieden. Das Wochenende war richtig schoen, wir haben ein wenig die Prozente von den Flaschen abgelesen und tagsueber ganz kraeftig in der Sonne relaxed! Jetzt gleich backen Joerg, Elena (die jetzigen Bewohner der Schoolflat) und ich lecker Pizza, bevor es fuer mich dann wieder nach Rotorua geht. Die kommende Woche schreibe ich noch mal nen Post, wo ich auf jeden Fall ein paar Videos und Bilder hochladen werde. Es lohnt sich also vorbeizuschauen ;)

Machts gut und geniesst das Fruehlingswetter (habe von Lars gehoert, dass es in Osna zur Zeit richtig schoen ist).
Euer Marius

Montag, 23. Februar 2009

Art Deco Festival

Hallöchen liebste Leutchen in Dschlaaaaand :)
Um bloß keine Langeweile zu bekommen (tu ich glaub ich eh nicht), bi
n ich am Freitag fürs Wochenende ins gute alte Napier getuckert, um dort das Art Deco Festival zu erleben und natürlich alle meine Freunde wiederzusehen. Das gesamte Festival war gigantisch und echt ein Erlebnis. Wir haben uns dem 30er Jahre Stil angepasst und Kostüme ausgeliehen. Am Samstag und Sonntag gabs noch tolle Flugshows und Paraden, wo viele alte Autos präsentiert wurden. Wir vergnügten uns nebenbei noch mit Pickniksachen am Strand von Napier und genossen einfach das wunderbare Wetter. Bilder sagen eh mehr...und außerdem sind se richtig gut geworden...enjoy:
Übrigens: ein Klick aufs Bild zeigt es vergrößert an!

Neulich bekam ich Post vom ICYE...wir waren ja während des Mid Year Camps auf dem Kaituna River raften. Davon haben wir uns gemeinsam eine Bilder CD bekommen, und jetzt hab ich die Kopie hier liegen und lade davon auch noch ein paar Bilder hoch. Auf dem Track des Kaituna River gibt es übrigens den höchsten kommerziell gerafteten Wasserfall (7m), den wir natürlich auch runter sind ;)

Das wars mal wieder von mir....ich muss gleich arbeiten und gehe zum Volleyball. Dienstag bin ich als Fahrer von der Schule eingespannt und werde am Fahrziel vielleicht zusammen mit den Schülern klettern können. Mittwoch gehts wieder mit ein paar Jungs zum Mountainbiking :)
Happy Birthday an Maddi, sie ist letztes Wochenende (direkt am Ossensamstag) 20 geworden! Hoffe du hattest einen schönen Tag :)

fit bleiben....Marius

Montag, 9. Februar 2009

The Absolute Thrill

Am Mittwoch habe ich also, nachdem ich mich für weitere 5einhalb Monate von meinen Eltern und Daniel verabschiedet habe, Tobias und Willi eingesackt und wir sind mit meinem unglaublich vollgestopften Auto nach Napier gedüst. Das Mid Year Camp begann ja erst am Samstag (31.1.09) in Tauranga. Zwei sehr relaxte Tage in Napier standen uns bevor, wobei wir die Zeit mit langen Spaziergängen durch die Stadt und Minigolf totschlugen. Jedoch wuchs bei uns die Nervosität ein wenig. Nicht ohne Grund, denn wir wollten uns mit noch sieben anderen Jungs unserer Zivitruppe am Freitag aus einem Flugzeug werfen. Am Flughafen in Taupo angekommen, teilten wir uns in Gruppen auf und mussten ein Formular ausfüllen. Von wegen, was soll dann mit meiner Leiche im sprichwörtlichen Falle eines Falles passieren usw. Scherz beiseite und rein in die blauen Anzüge, die man zum Skydiven trägt. Zusammen mit diesen Fliegermützen sahen wir alle ziemlich sexy aus! Auf etwa 12000 Fuss (3600m) öffnete sich die Tür unseres pinken Flugzeuges. Das Wetter war einfach nur gnadenlos gut, wir hatten einen top Ausblick auf den Mt. Ruhapehu und konnten an Ost- sowie Westküste sehen. Flupp, plötzlich war Tobias weg. Einfach so, rausgefallen, zusammen mit seinem Skydivetypen hinten dran. Hat sich angehört, als ob ein Staubsauger was größeres aufsaugt, Papier oder so. Dann war Hendrik an der Reihe. Auf die Stufe gesetzt, Beine baumelten raus und Hohlkreutz gemacht, so wie wir es am Boden gelernt haben. Und tschüss, man hört keinen Schrei, nix. Und sehen konnte ich auch nicht viel, ich war ja noch ziemlich weit im Flugzeug drin. Da warens nur noch zwei, Willi und ich. Mein Instructor schob mich zum Ausgang. Fuck, da gehts 3,6km in die Tiefe!!! Nicht lange Schnacken, Kopp in Nacken, die Beine nach hinten unters Flugzeug gestreckt und ab ging die Post. Wir sind gewollt so aus dem Flugzeug gesprungen, dass wir einen Rückwärtssalto gemacht haben und im Fallen noch schnell mal das Flugzeug sehen konnten. Es ging in 8 Sekunden auf 200km/h. Ich war von diesem bodenlosen Fallen ziemlich schockiert und hatte die ersten Sekunden Probleme mit der Atmung. Dann, als die Beschleunigung vorbei war und wir bei etwa 200km/h blieben, konnte ich es genießen. Ich durfte meine Arme schön austrecken und durch die Luft paddeln, wir haben uns wie ein Hubschrauber gedreht und haben dabei in 45 Sekunden etwa 2000m zurückgelegt. Für mich kam es vor wie ein paar Sekunden. Das Gefühl des freien Falls ist unbeschreiblich, jeder muss es selbst erfahren. Jedenfalls wird man mit Adrenalin und den ganzen Glückshormonen nur so durchflutet. Das Schirmaufziehen war nicht so abrupt, wie man es sich vorstellt, und wir sind dann noch schön 2 Minütchen durch die Luft gegleitet. Ein paar Steilspiralen, eine kurze Begrüßung in der Luft mit Hendrik, der nebenher flog, und schon war man wieder am Boden. 225 Dollar für eine gehörige Ladung Spaß und Adrenalin, es hat sich gelohnt! Vielleicht mache ich es ein zweites Mal, denn dann nimmt man alles genauer wahr und kann sich besser daran erinnern. Man weiß schließlich, was plötzlich auf einen zukommt.

So und jetzt noch kurz übers Mid Year Camp: war gut, Schlafmangel vorprogrammiert, abends viel Party in Tauranga und ansonsten lecker Essen gehen und ein schönes Motel voll mit Freunden genießen. Besonders, da ich mich seit 2 Wochen strikt von jeglichem Alkohol fernhalte, war ich fit genug für drei Stunden surfen am Montag nach dem Camp, bevor ich nach Rotorua in mein neues Projekt gefahren bin.
Dort wurde ich sehr nett begrüßt und habe ein schönes Zimmer zugewiesen bekommen, mitten im Boys-Dorm. Eine deutsche Freiwillige vom ICJA, Katharina, hat mir sehr geholfen, damit ich überall zurechtkomme und weiß, wo ich das Meiste finde. Der neue Koch kann sehr gut kochen, das habe ich bereits am Abend festgestellt. Alles weitere werde ich demnächst irgendwann mal berichten, wenn ich ein paar Bilder gemacht habe. Liest sich schöner ;)

Mein erstes freies Wochenende nach 4 Tagen Arbeit habe ich spontan zur Hälfte mit Surfen in Tauranga verbracht. Die Bedingungen waren perfekt und ich hab so einige gute Wellen erwischt :)

Bleibt gesund und munter....hitzige Grüße (35 Grad) aus Rotorua
Euer Marius

P.S: Es sind heute (Montag) noch genau 5 Monate, bis ich wieder zurück in Hasbergen bin :) Juchuuuuuu!